Kapelle

Bau der Friedhofskapelle

1968 beschloss die Stadt eine Neuordnung des Friedhofswesens und den Bau einer Friedhofskapelle in Hausberge. Der Architekt Helmut Kuhlmann wurde mit dem Bau beauftragt, da er bereits in Eisbergen eine Kapelle gebaut hatte. Der Architekt plante einen unregelmäßigen Rautenstumpf mit sanft geneigtem Satteldach und künstlerisch gestalteten Betonglaselementen.

Entwurf

Bemerkenswert ist die ornamentale Wandgestaltung mit Buntglas und Beton. Bei Sonnenschein gibt es in der Kapelle ein farbintensives Lichtspiel mit einer bemerkenswerten Struktur.

Die Kapelle in Bau

Die Buntglassteine wurden von Firma Bode in Hannover hergestellt. Bürger spendeten Geld für einzelne Steine.

Am 18.9.1971 erfolgte die Einweihung dieser bemerkenswerten Kapelle.

Übernahme der Kapelle

Am 7.11.2018 berichtete das Mindener Tageblatt erstmals über die beabsichtigte Schließung der ‚Kapelle Hausberge a.d. Porta‘ in Porta Westfalica. Befürchtet wurde, dass dies ein Vorzeichen für einen möglichen Beschluss zum Abriss des markanten Gebäudes darstellte.

Bürger waren entsetzt und nahmen an der Ratssitzung teil. Sie wiesen auf die einmalige architektonische Schönheit der Kapelle hin und verglichen sie mit der Gedächniskirche in Berlin. Sie setzten durch, dass es eine Besichtigung der Kapelle durch den Bezirksausschuß mit einer Neubewertung der Situation gab. Bei dieser Besichtigung war es bereits dunkel und auf dem Weg zurück ins Rathaus war die Kapelle erleuchtet und die Schönheit der Buntglasfenster kam richtig zur Geltung. Der Bismarckbund an der Porta Westfalica e.V., welcher die Aussichtsplattform am Fernsehturm verwaltet bot an, die Kapelle zu übernehmen und für die Kosten aufzukommen. Gleichzeitig wurde ein Antrag auf Denkmalschutz für dieses einmalige Gebäude eingereicht.

Am 27.9.2019 wurde ein Nutzungsvertrag zwischen Bismarckbund und der Stadt unterzeichnet. Das Gebäude steht nun auch unter Denkmalschutz. So konnte dieses herausragende Gebäude Dank des Bismarckbundes an der Porta Westfalica e.V. und engagierter Bürger gerettet werden.

Renovierungsarbeiten

Die Kapelle ist natürlich jahrelang nicht gepflegt worden. Dies wollte der Bismarckbund natürlich ändern. Einige Arbeiten am Baukörper erledigte die Stadt. Die größten Innenarbeiten führten Mitglieder des Bismarckbundes aus.

Austausch der Lampen gegen LED-Beleuchtung. Die Lampen brauchten 150 Watt pro Stück. Und 21 Stück waren alleine im Kapellenraum verbaut. Die neuen LED-Birnen verbrauchen 12 Watt, bei gleicher Lichtleistung.

Zum erstenmal wird der komplette Mamorfussboden mechanisch gereinigt. Offensichtlich war der Marmorfussboden nie wirklich professionell gesäubert worden. Nun glänzt er wieder!

Wände streichen und Bilder aufhängen. In der gesamten Kapelle wurde alles erneuert und schön gemacht. Der Bismarckbund wollte die Kapelle zu einer der schönsten in Porta Westfalica machen. Das ist gelungen.

Mittagspause. Als feststand, dass der Bismarckbund die Kapelle retten will, fanden sich sofort Mitglieder, die helfen wollten. Eine ganz tolle Gruppe, und jeder beherrscht etwas. Nur mit vielen Helfern ist so ein Projekt möglich!

Großformatige Bilder für die Kapelle in Hausberge

In einer freien Projektarbeit unter Carolin Wiese gestalteten Schülerinnen und Schüler eines Grundkurses Kunst der Jahrgangsstufe 11 am Ratsgymnasium Minden großformatige Bilder für die Hausberger Friedhofskapelle in Porta Westfalica. Der Verein, der die Kapelle restauriert, stellte Leinwände und Farben zur Verfügung. In Kleingruppen entwickelten die Jugendlichen Bildideen und setzten diese mit Acrylfarben malerisch um. Einige der entstanden Arbeiten wurden ausgewählt und auf Keilrahmen aufgezogen. Sie hängen inzwischen an den Wänden der Kapelle, wo sich durch die bunten Glasfenster bei Sonnenschein interessante Lichtsituationen ergeben.